Montag, 12. Januar 2015

„Beim Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult



In meiner frühsten Erinnerung bin ich drei Jahre alt und versuche, meine Schwester umzubringen.


Das Cover finde ich schlicht und das finde ich zu diesen Buch mehr als passend. Das Mädchen das wohl Anna da stellen soll, ist so wie im Buch beschrieben.


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.12.2005
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2007
  • Verlag : Piper
  • ISBN: 9783492247962
  • Flexibler Einband: 478 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 In ihrer frühesten Erinnerung ist Anna Fitzgerald drei Jahre alt und versucht ihre Schwester Kate umzubringen. Sie ist in ihr Schlafzimmer geschlichen und hat ihr das Kopfkissen über das Gesicht gelegt. Dann kam ihr Vater Brian ins Zimmer und hat sie gerettet. „Das“, hat der Vater damals gesagt, „ist nie passiert!“.
Aber es ist passiert, damals, vor fast genau zehn Jahren, und Anna erinnert sich mit einer Deutlichkeit daran, dass sie jedes Mal fast erschrickt. Nun ist sie Dreizehn, und wieder dabei, ihre Schwester umzubringen. Denn Kate ist unheilbar an Leukämie erkrankt, und Anna ist einzig dazu da, so scheint es ihr zumindest, ihr Knochenmark zu spenden. Wie viele Operationen sie schon über sich hat ergehen lassen, weiß das Mädchen gar nicht mehr, und immer wieder ist sie sich ein wenig mehr als menschliches Ersatzteillager vorgekommen. Trotzdem ist ihr der Entschluss, sich zu verweigern -- und damit der Schwester den Tod zu bringen -- nicht leicht gefallen. Anna besorgt sich einen Anwalt, der sicherstellen soll, dass sie ihren geschundenen Körper nie mehr für Kate zur Verfügung stellen soll -- eine Entscheidung, die nach und nach die ganze Zerrissenheit der Familie offenbart.
Beim Leben meiner Schwester, das mit Abstand erfolgreichste Buch der inzwischen 38-jährigen New Yorker Autorin Jodi Picoult, ist starker Tobak. Das liegt nicht nur an dem aufwühlenden Plot, der den Leser Seite für Seite buchstäblich bis aufs Mark erschüttert -- gerade weil er beide Positionen sehr gut nachvollziehen kann. Das liegt vor allem auch an der schonungslos offenen Sprache, in die Picoult ihre Geschichte gekleidet hat. Was ist der Wert des Menschen? fragt ihr Roman. Und: Wie weit darf und muss jemand aus Liebe zu einem anderen Menschen gehen? Diese Problematik macht Beim Leben meiner Schwester zu einem hoch brisanten, fast schon philosophischen Roman. Dass man das Buch aber auch als bloße Unterhaltung lesen kann, erhöht seinen Reiz umso mehr. -- Isa Gerck


Gott hab ich zum Schluss geheult !
Ich kenne den Film und dachte das es so beschrieben ist wie der Film, aber das gegenteil war es und das Ende war dann mal ganz anders.
Ich finde das Buch toll, wie Anna von dem schüchternen Mädchen zur Kämpferin wurde um nie mehr für ihre Schwester zu spenden. Ihre Mutter ist geschockt und ihr Vater versteht es, die Schwester Kate hüllt sich eher in Schweigen.
Aber warum geht es, Kate braucht eine Spenderniere sonst stirbt sie und für ihre Mutter ist das ganz normal das Anna diese spenden soll, aber Anna will nicht mehr.
Sie nimmt sich ein Anwalt und will per Gericht ein Urteil bekommen das sie alleine über ihre Leben bestimmen kann.
Anna wurde nur geboren um als Spenderfigur immer ihrer Schwester das spenden zu können was diese gerade braucht. Ich hab das Buch fast an einem Tag durch und es hat mich gefesselt. Die Geschichte der Familie ging mir nahe, ich verstand jede Partei, daher war ich wegen dem Ende dann geschockt.
Das Buch bekommt unglaubliche 5 Feenchen und das noch mit viel+++ dahinter.
Jodi Picoult hat ein Schriftstil gewählt wo immer jeder von der Ich Perspektive geschrieben wurde, mal Anna, mal Sara, mal Brain, mal Kate usw. Alleine das fand ich toll, da man sich noch besser in die Personen einleben konnte.